Publikationen

 

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts wurde ein regelrechter Boom von Literatur zur Körperpsychotherapie herausgegeben. Wir haben Ihnen eine Auswahl von Büchern auf Deutsch, Französisch und Englisch, sowie Artikel auf Deutsch und Englisch zusammengestellt und einen Audiobeitrag verlinkt.

 

Bücher

 

Bücher in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen der AutorInnen

Hartley L. (ed.) (2009). Contemporary body psychotherapy. The Chiron approach. London, New York: Routledge

Heller M. C. (2001). The flesh of the soul. The body we work with. Bern: Peter Lang

Heller M. C. (2008). Psychothérapies Corporelles. Fondements et méthodes. Louvain: de Boeck

Heller M. C. (2012). Body Psychotherapy. History, Concepts, Methods. New York, London: W.W. Norton & Co,  auf französisch: (2008). Psychothérapies corporelles. Fondements et méthodes. Louvain: DeBoeck

Harms T. (2000). Auf die Welt gekommen. Die neuen Baby-Therapien. Leutner

Harms T. (2008). Emotionale Erste Hilfe. Bindungsforschung, Krisenintervention, Eltern-Baby-Therapie. Leutner

Heinrich-Clauer V. (Hrsg) (2008). Handbuch Bioenergetische Analyse. Gießen: Psychosozial-Verlag

Koemeda Lutz M. (2009). Intelligente Emotionalität. Stuttgart: Kohlhammer

Künzler A. (Hrsg) (2009). Körperzentrierte Psychotherapie. Heidelberg: Springer

Levine P. (2010). Sprache ohne Worte. Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt. München: Kösel. Leseprobe bei amazon.de

Marlock G., Weiss H. (Hrsg) (2006). Handbuch der Körperpsychotherapie. Stuttgart, New York: Schattauer

Rytz T. (2006). Centered and Connected. A Therapeutic Appproach to MInd-Body Awareness, Norht Atlantic Books, Berkeley CA, 2009. (Englische Übersetzung von Rytz, "Bei sich und in Kontakt", 2006).

Rytz T. (2010). Bei sich und in Kontakt, Anregungen zur Emotionsregulation und Stressreduktion durch achtsame Wahrnehmung, Hans Huber Verlag, 3. Aufl. 2010.

Rytz T. , Uetz R. , Grandjean V. & Papperla PEP (2010). Körper und Gefühle im Dialog. Materialiensammlung für den Unterricht mit Kinder von 4 bis 8 Jahren, Schulverlag plus, 2010.

Rytz T. (2012). Klassiker der Körperwahrnehmung. Erfahrungen und Methoden des Embodiment. Bern: Huber Verlag

Rytz T. & Wiesmann S. (Hrsg.) (2013).Essstörungen und Adipositas. Formen körperorientierter Gruppentherapien, Hans Huber Verlag 2013.

Specht Boadella, S. (2014). Die tragende Haut. Von Geburt und Sterben. Arbor Verlag.

Thielen, M. (Hrsg.) (2009). Körper – Gefühl – Denken. Gießen: Psychosozial-Verlag

Vogt R. (2010). Ekel als Folge traumatischer Erfahrungen. Psychodynamische Grundlagen und Studien, psychotherapeutische Settings, Fallbeispiele. Gießen: Psychosozial Verlag (Sammelband)

Vogt R. (2012). Täterintrojekte – Diagnostik und Behandlungsmodelle dissoziativer Strukturen. Kröning: Asanger Verlag

Weiss, H., Harrer, M.E.  & Dietz, T. (2010). Das Achtsamkeitsbuch. Grundlagen, Anwendungen, Übungen. Stuttgart: Klett-Cotta.


 

Artikel

Bader-Johansson, C. (2006).

Wilhelm Reich‘s frühe Jahre und die Zeit in Skandinavien – Ihre Einflüsse auf die Entwicklung der Körperpsychotherapie. Uni Krems: Teilarbeit im MSc Studium; 2006, S 1-10

Die Arbeit von Christina Bader-Johansson befasst sich kurz gefasst mit der Geschichte der Körperpsychotherapie, mit der Biografie Wilhelm Reichs und mit seinem Denken und Schaffen. Ganz besonderes Augenmerk legt sie dabei auf seine Jahre in Skandinavien und die Auswirkungen seiner Ideen auf die moderne Körperpsychotherapie sowie die skandinavische, psychosomatische Physiotherapie.

Download als pdf, 51KB


Gollwitzer, M. (2012).

"Ich geh dann mal weg."

Kommunikation bei dissoziativen Phänomenen in der AKPT. Diplomarbeit im Rahmen der Abschlussprüfung Atem- und Köprerpsychotherapie AKPT am Institut für Atem- und Körperpsychotherapie, Freiburg i. Br.

Download als pdf

____________________________________________________________________________________________________

Eichkorn B. (2009).

Wenn sich der Atem mit der Seele verbindet. Atempsychotherapie in der Behandlung von Fibromyalgie. Diplomarbeit im Rahmen der Abschlussprüfung für Atem-u. Körperpsychotherapie

Vorstellung der Vipassana-Meditation als Weg für die Akzeptanz und Sensibilisierung von Körperwahrnehmungen. Körper/Atemübungen als Möglichkeit aufzeigen zur Stärkung der Ich-Kraft. Pädagogische Atemarbeit nach I.Middendorf als Unterstützung für weitere Erfahrungen auf unmittelbarer Körperebene. Ziel: unbewusste Anteile können ins Bewusstsein aufgenommen und integriert werden.

www.atempsychotherapie.de

Studien-und Lehrmaterial – Abschlussarbeiten – Diplomarbeit B. Eichkorn


Keller, M. (2010).

Der konsequente Einbezug des Körpers im Coaching und in der Beratung

Für eine erfolgreiche Entwicklungs- und Veränderungsarbeit ist ein ganzheitlicher Ansatz notwendig. Die ganzheitliche Betrachtungs- und Arbeitsweise im Integrativen Coaching IBP fügt dem Gespräch mit den Klienten und Klientinnen noch weitere Ebenen hinzu: die körperliche, emotionale und spirituelle Ebene geben wesentliche Informationen zu einem im Coaching behandelten Berufs- oder Lebensthema.

Veröffentlicht in: BSO Journal 2-2010, Herausgeber: Berufsverband für Supervision, Coaching und Organisationsberatung bso

Download als pdf


Lamprecht, F. (1996).

Die ökonomischen Folgen von Fehlbehandlungen psychosomatischer und somatopsychischer Erkrankungen. Zeitschrift für Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und medizinische Psychologie. Med. Psychol. 1996:46;283-291.

In einer Uebersichtsstudie zu den „ökonomischen Folgen von Fehlbehandlungen psychosomatischer und somatopsychischer Erkrankungen“ äussert sich F. Lamprecht, Vorsteher der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover (1996). Diese Studie berechnet Kosteneinsparungen von 120 Milliarden DM pro Jahr in Deutschland, falls es gelingt ,die ineffizienten und teuren Diagnose- und Behandlungsversuche bei psychosomatischen Störungen durch geeignete ganzheitliche psychosomatische Behandlung und Betreuung zu ersetzen.


Obrecht-Parisi, B. (2012).

Frau Sein – Weiblicher Narzissmus und die Entwicklung der Ich-Kraft in der Atem- und Körperpsychotherapie. Verfasst im Rahmen von: Ausbildung in Atem- und Körperpsychotherapie am IAKPT in Freiburg i.Br.; in : Atem der ich bin – Atem- und Körperpsychotherapie bei Frühen Störungen; Books on Demand 2012.

Diese Abschlussarbeit beleuchtet Aspekte der Erforschung der Eltern- Kind Beziehung, der Entwicklung der weiblichen Identität, die Auswirkung gesellschaftlicher Bedingungen auf die Situation von Eltern mit kleinen Kindern und deren Einfluss auf das Entstehen eines gesunden Selbst-werts und einer tragfähigen Ich-Struktur. Diese Entwicklung scheint in der heutigen Zeit immer häufiger zu missglücken und deshalb haben sich Therapeuten mit der Behandlung der frühen Persönlichkeitsstörungen ihrer Klientinnen und Klienten auseinander zu setzen. Die Verfasserin befasst sich ausführlich mit den Auswirkungen der narzisstischen Störung bei Frauen. Im Kapitel 5 beschreibt sie den Therapieansatz für narzisstische Persönlichkeits-störungen in der Atem- und Körperpsychotherapie - mit Therapiezielen, Therapiekonzepten, Angaben zum Therapiesetting - und ergänzt sie mit Interventionsbeispielen.

Download als pdf


Peterka, B. (2011).

Fragebogen zur Selbsteinschätzung des Schutz-/Charakterstils

Eine Reliabilitäts- und Validitätsprüfung

Die Masterarbeit zum IBP Fragebogen zur Selbsteinschätzung des Schutz-/Charakterstils untersucht, ob mit diesem reliable und valide Aussagen gemacht werden können.

Es handelt sich bei der Arbeit um eine empirische Studie mit qualitativen und quantitativen Anteilen. Zur Güteprüfung wird mit Experteninterviews und Expertenratings die Inhaltsvalidität, mit einer explorativen Faktorenanalyse die faktorielle Validität und mit einem zweiten, dem theoretischen Konstrukt ähnlichen Fragebogen die konvergente Validität überprüft. Ob der Fragebogen zudem zuverlässig ist, wird anhand einer Reliabilitätsprüfung ergründet. Die quantitative Erhebung umfasst N = 1238.

Die Untersuchung zeigt, dass einzelne Teile des Fragebogens als valide und reliabel eingestuft werden können, andere Teile jedoch einer Überarbeitung bedürfen.

Veröffentlicht im Rahmen einer Masterarbeit Psychologiestudium an der ZHAW, 2011.

Download als pdf


Ventling C., Gerhard, U. (2000).

Zur Wirksamkeit bioenergetischer Psychotherapien und Stabilität des Therapieresultats:
Eine retrospektive Untersuchung; Psychotherapeut 2000: 45:230-236; Springer-Verlag 2000

Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit von Körperpsychotherapie® zeigt eine soeben erschienene Studie  von  C. Ventling  und  U. Gerhard. Es handelt sich um eine Katamnese-Studie, die aufzeigt, dass auch  7 Jahre nach Abschluss der Therapie positive Resultate vorliegen und was besonders wichtig ist, diese auch anhalten.


 

Audio

Heller, M.C. (2012).

Ein Interview auf Shrink Rap Radio von Michael Heller, unser Mitglied in der französisch sprachigen Schweiz und Ehrenmitglied von eabp.org über sein Buch Body Psychotherapy, History, Concepts and Methods.

 

Fachtagungen CH-EABP

 

Mit kleinen Abstracts stellen Ihnen gerne die Vorträge und Workshops vor, die vom CH-EABP organisiert wurden. Vielleicht macht das ja Lust, in nächsten Frühjahr hereinzuschauen.

Näheres unter Veranstaltungen.

 

Mitglieder CH-EABP können die Dokumente (pdfs, ppts) der ReferentInnen im Mitgliederbereich downloaden.


 

2013 - Verschiedene Ansätze in der körperpsychotherapeutischen Diagnostik

 

Vortrag: „Das Feldkonzept der Atemdiagnose“

Referent: Stefan Bischof, IAKPT.

Abstract:

Grundlage der AKPT Diagnostik ist die Annahme eines mehrdimensionalen Feldes in dem wir uns zusammen mit unseren Klienten befinden. Auf der Wahrnehmungsebene bedeutet dies, dass der KPT mit seiner verfeinerten Körperwahrnehmung in der Lage ist, auf der Grundlage der 4 Jung´schen Bewußtseins-Funktionen differenziert wahrzunehmen, was aus dem Feld ins Bewusstsein drängt.

Grundlage davon ist die Annahme, dass der Klient die Beziehungsdynamik, unter der er gelitten hat über die Übertragung ins Feld bringen muss, um sie in der therapeutischen Beziehung zu heilen. Das heißt, dass der Therapeut über somatische Resonanz, seine somatische Gegenübertragungsreaktionen erleben kann, worunter der Klient leidet. Es wird versucht zu zeigen, dass dies ein wertvolles ganzheitliches diagnostisches Mittel ist, das heute im Rahmen der  „Relational Body Psychotherapy“ eine entscheidende Rolle spielt.


 

Workshop: „Praxis der Fremd- und Selbstwahrnehmung mit Schwerpunkt Atemdiagnostik“

Referentin: Anita Rieder, IAKPT.

Abstract:

In ihrem Workshop werden einfache Atemübungen durchgeführt, die eine Atem-Selbstdiagnose ermöglichen sowie Fremdwahrnehmung mittels Gegenübertragung erfahrbar gemacht.  Zudem werden die  4 Jung´schen Bewußtseins-Funktionen, die Stefan Bischof in seinem Vortrag vorgestellt hat, eingeübt.


 

Vortrag: Diagnostik auf der Grundlage von verbaler und visueller Information – Möglichkeiten und Grenzen des Körperlesens

ReferentInnen: Hugo Steinmann und Margit Koemeda, SGBAT

Abstract:

1. Teil: Hugo Steinmann:

Im einleitenden Teil des Vortrags möchte ich erklären, warum eine Diagnostik auf der Grundlage von verbaler und visueller Information das Verständnis für die Problematik und die unbewusste Dynamik des Patienten vertieft. Um zielorientiert zu therapieren, sind wir auf dieses Verständnis als Kompass angewiesen. Im Überblick wird in die Bioenergetische Diagnostik eingeführt und skizziert, wie auf der Diagnostik aufbauend körperpsychotherapeutische Therapie geplant wird.

2. Teil: Margit Koemeda:

Im 2. Teil des Vortrags möchten wir über zwei Studien  berichten, in denen untersucht wurde, ob die visuelle Information, die man von der körperlichen Gestalt, Haltung, dem Augenausdruck usw. einer anderen Person erhält, Rückschlüsse auf deren subjektives Wohlbefinden, vorherrschende Konfliktdynamiken, sowie einer allfälligen Symptombelastung erlaubt. Liegt die Korrektheit solcher Vermutungen über der reinen Ratewahrscheinlichkeit? Und sind KörperpsychotherapeutInnen KPT-Laien in dieser Art des „Körperlesens“ überlegen?

Mithilfe eines computergestützten Textanalyseprogramms wurde darüber hinaus aus den verbalen (Ganzkörper-)Beschreibungen bioenergetischer AnalytikerInnen ein Screening-Raster abgeleitet, welches eine systematische Nutzung von visuellen Informationen in der körperpsychotherapeutischen Diagnostik erlaubt.

Am Ende des Vortrags wird vor unkritischen Schlussfolgerungen aus visuellen Eindrücken gewarnt, vor allem, wenn diese unbewusst und quasi-automatisch gezogen werden.


 

Vortrag: Körperorientierte Diagnostik in der Kieferorthopädie

Referentin: Dr. Cornelia Zuber-Rosatzin, IIBS.

Abstract:

Das  Referat  basiert  auf  ihrer  Diplomarbeit  in  Biosynthese , in  der  die  Referentin  in einer  exemplarischen  Problemstellung  der  Kieferorthopädie  ihre  Arbeitsweise beschreibt:
Die Schrift spiegelt wieder, wie ein erweiterter Blick in der Kieferorthopädie das Kind ganzheitlich  in  seiner  Entwicklung  zu  begleiten  vermag.  Ausgehend  von  einer fehlgeleiteten Formbildung im Kieferbereich kann der Kieferorthopäde mithelfen, die Lebensenergie im Kind zu befreien, damit die Bildekräfte plangemäss in harmonische
Entwicklung  entfalten.  Durch  die  langdauernde  prozessorientierte Arbeitsallianz arbeitet sie  als körperorientiertes Teammitglied des kindlichen Beziehungsnetzes am Beziehungsmodell, das dem Kind einen gesunden Selbstbezug näher bringt. 


 

2014 - Embodiment

 

Vortrag:  Definitionen und Theorien zum Embodiment. Geschichtlicher Überblick. Fallbeispiele.

Referentin Christina Bader-Johansson, Körperpsychotherapeutin EABP, Psychotherapeutin ASP

Vortrag:   Bei sich und in Kontakt – der lebendige Körper in Beziehung. Wie achtsamkeitsbasierte Körperwahrnehmung Dissoziation und Entfremdung entgegenwirkt.

Referentin Thea Rytz, Körperpsychotherapeutin EABP Inselspital Bern


 

2015 - Umgang mit Dissoziation in der Körperpsychotherapie

Ausnahmeweise stellen wir Ihnen hier die Dokumente der Vorträge zur Verfügung. Die Dokumente der Fachtagungen der Vorjahre sind wie üblich im Mitgliederbereich unter Dokumente zum Download bereit. 

 

Vortrag: Mein Körper ohne mich - Körperpsychotherapie bei Traumafolgestörungen - traumasensitive Integration oder retraumatisierend?

Referent: Johannes B. Schmid, Dr. Dipl.-Psych., Psychotherapeut

Abstract: 

Wissen wir Körpertherapeuten was wir tun? Ist unser Verständnis von Körper ausreichend, um Traumafolgestörungen mit dem Hauptsymptom Dissoziation zu behandeln? Oder schaden wir in besterAbsicht, bis das Symptom vom Klienten wegdissoziiert aber nicht integrativ gelöst ist?Beim Phänomen Dissoziation stellt sich mehr als bei allen anderen Traumasymptomen die Frage, wasmeinen wir, wenn wir von Körper sprechen? Welchen Körper behandeln wir? Woran erkennen wirGesundheit und welche Indikationen und Kontraindikationen leiten unser be-handeln?Dissoziation ist grundsätzlich ein sensibles und schwieriges Gebiet. Es ist immateriell, subtil und erscheint unkörperlich, obwohl es unseren Körper beeinträchtigt. Dissoziation verstehen erfordert eineUnterscheidung von Körpern, die in einer Ganzheit zusammenwirken. Die dissoziative Störung desinneren Erlebens und Zusammenhanges von Bewusstsein, Gedächtnis, Identität und Wahrnehmungkann subtil sein und verändert unser Selbst- und Körpererleben in stark akzentuierender Weise.Wir sind meist nicht ausgebildet in dem Ausmass an Behutsamkeit, Nicht-Intentionalität, Achtsamkeitund Langsamkeit, die die Körper brauchen, um den eigenen Heilungsplan zu realisieren. DieWirksamkeit der Intervention hängt dabei vom inneren Zustand des Behandlers ab. Du bist bedeutsam und oft wirksam in dem was du nicht tust.In seinem Kongressbeitrag wird Johannes B. Schmidt eine Hinführung zum Gebiet der Dissoziation inder Körperarbeit geben. Sein Beitrag aus der Praxis für die Praxis präsentiert methodenintegrativeErfahrungen aus verschiedenen Bereichen der Psychotherapie und Körperarbeit. Er will sensibilisieren für retraumatisierende Alltagsgrobheiten in der Körpertherapie und deren Verfeinerung zurwohltuenden Begegnungsverzückung.

Dokument zum Vortrag pdf

 

Vortrag: Dissoziation und Körperpsychotherapie: Fallen und Chancen

Referentin: Marulla Hauswirth, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP

Abstract:

Dissoziation ist meist mit Trauma verbunden und ihr erster Verdienst gilt dem Überleben. Aus diversen Gründen, können solche Schutzmechanismen jedoch aktiv bleiben, auch dann wenn sie dem
Überleben nicht mehr direkt dienen. Die Folge ist, dass sich die Persönlichkeit mit den dissoziierten
Teilen organisieren muss. Das kostet viel Energie und Mühe und schwächt mit der Zeit die psychischen Strukturen.
Dissoziierte Menschen kommen oft in die Therapie, weil sie die Dissoziation nicht mehr gut aufrecht
erhalten können. Sie erhoffen sich, von diesen nicht integrierten und störenden Teilen freizuwerden,
ohne sich mit ihnen zu konfrontieren. Auch wenn die Betroffenen wissen, was sie erlitten haben und
warum sie sich so schützen, genügt Bewusstsein alleine meistens nicht, um dissoziative Mechanismen zu lösen.
Der körperpsychotherapeutische Ansatz bietet da konkrete Möglichkeiten. Jedoch können, je nach Art
und Weise, körperliche Interventionen und Übungen unter Umständen auch die Dissoziation „verschlimmbessern“.
Ist Dissoziation auf der Körperebene sichtbar? Kann man sie durch Körperarbeit direkt angehen? Was
passiert im Körper bei Dissoziation? Worauf sollte man bei Körperinterventionen mit dissoziierten
Menschen achten? Wir werden solche Fragen und verschiedene Aspekte der Körperarbeit
(Grounding, Atemübungen, Ausdrucksübungen) mit dem Verständnis der dissoziativen Mechanismen
betrachten und erläutern, wie sie in der Psychotherapie mit traumatisierten Menschen integrierbar
sind.
Wir werden auch ein paar wichtige Aspekte der therapeutischen Beziehung beleuchten.
Der therapeutische Weg von der Dissoziation zur Integration ist oft ein Balanceakt zwischen Zuviel,
was zur Reaktivierung des Traumas führen kann, und Zuwenig, was die Dissoziation aufrecht erhält
und dadurch die Verarbeitung des Traumas verhindert.

Dokument zum Vortrag pdf

 


 

 

Falls Sie Ihre Publikation hier publizieren möchten, schreiben Sie uns ein Mail.