Forschung und Projekte

Folgende Projekte wurden vom CH-EABP finanziell unterstützt und werden deshalb hier vorgestellt:


Evaluation der Wirksamkeit von ambulanten Körperpsychotherapien – EWAK

Eine Multizenterstudie in Deutschland und der Schweiz.

Autoren: Margit Koemeda-Lutz, Martin Kaschke, Dirk Revenstorf, Thomas Scherrmann, Halko Weiss, Ulrich Soeder

Originalarbeit lesen, pdf 110 KB


Grenzen im Stressmanagement - Psychoendokrine Effekte der Körpererfahrung des Grenzziehens unter akutem sozialem Stress

Autor: Mark Froesch-Baumann

Die Prävention und Behandlung stressabhängiger Störungen ist eine der aktuellen Herausforderungen der Psychotherapie. Die Stressforschung zeigt, dass verschiedene Per­sön­lichkeits­­faktoren stressprotektiv wirken. Die theoretischen Grundan­nahmen der Studie legen nahe, dass sich einige dieser protektiven Faktoren gut in ein Konzept guter, flexibler Grenzen integrieren lassen. Grenzen werden in der Integrativen Körperpsychotherapie® (IBP) durch die einfache Technik des Grenzziehens erfahren und gestärkt. KlientInnen werden dazu angeleitet, mit Kreide oder Schnur ihren persönlichen Raum (comfort distance) am Boden zu markieren und im Körper zu erfahren. Diese berichten mit wenigen Ausnahmen von Entspannung, tieferer Atmung, besserer Befindlichkeit, Präsenz, Kontakt zum Gegenüber u.a.m.. Dies führt zur Annahme, dass die Körpererfahrung von Grenzen in (so­zia­len) Stresssituationen als stressprotektiv bewertet wer­den kann. Um diese Hypothese experimentell zu prüfen, wird die Technik des Grenzziehens in einem standardisierten Stress­ex­periment (Trier Social Stress Test) mit einer Wartebedingung verglichen. Unter akutem sozialen Stress wird von der somato-sensorischen Erfahrung des Grenzziehens eine verminderte psychologische und physiologische Stress­reaktion (Herzrate, Cortisol) erwartet. Lizentiatsarbeit von lic.rer.pol. Mark Froesch an der Abteilung Klinische Psychologie II der Universität Zürich. Betreuung: Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Markus Heinrichs.

praxis@markfroesch.ch


Postural balance, breathing and self-efficacy in patients with Non-Specific Back Pain: Implications and practical tests for the practitioner

Autorin: Christina Bader-Johansson, info@koerperundpsyche.ch

Breathing and balance are basic psychomotor functions that can be disturbed in patients with prolonged pain. Self-efficacy is assumed to account for significant variance in the treatment outcome of patients with non-specific back pain. The aim of this study was to evaluate whether some balance and breathing tests could discriminate between a group of patients with prolonged pain and a healthy group, and to test validity of these tests towards some psychometric tests. A group of patients with prolonged pain (PG, n=62) and a healthy group (CG, n=40) were examined. The assessed psychometric tests were: VAS-pain, general test for Self-efficacy, FKK, and ASES-D, German short version. The performed balance tests were standing on one leg with and without rotating the head left and right and standing alternating reciprocal arm-and leg movements, like a skistep. The quality of the breathing was assessed in three different ways. The balance and breathing tests were correlated to tests of self-efficacy and to pain experience.

Result: Significant difference (p<0.001) was found between the PG and the CG in all three balance and breathing tests and in the self-efficacy tests. The PG had worse balance/grounding ability and showed less self efficacy. Correlation of moderate magnitude was seen between the balance tests and self-efficacy (r= -.46 - -.57). The balance tests did not correlate to VAS-pain and the breathing tests did not correlate to the psychometric tests.

Perspective: It was ten times higher odds ratio to have a high self-efficacy when performing correctly in two or more of the balance tests. The tests are easy to administer and could be easily used in the clinical practice. Through this study one step is taken in the validation of balance function/grounding ability towards tests of self-efficacy.


Handbuch der Körperpsychotherapie

Herausgeber: Gustl Marlock und Halko Weiss

Mit Beiträgen von über 60 Autoren aus 12 Ländern

Kommentare zu diesem Buch:

Courtenay Young, Präsident der European Association of Body-Psychotherapy:
„Dies wird eines der definitivsten Bücher zur Körperpsychotherapie sein, die je verlegt wurden. Endlich haben wir ein Werk, das fast alle wichtigen Themen und Fragen unseres Feldes einschliesst, sowie beinahe alle seine herausragenden Vertreter. Die EABP und der Rest der Körperpsychotherapie-Welt hat lange auf dieses Buch gewartet, und es wird zweifellos zu dem Prozess beitragen, die Körperpsychotherapie als eine grosse und bedeutsame Strömung in Psychologie und Psychotherapie zu etablieren.“

Wolf Büntig, Direktor von ZIST, Pionier der Körpersychotherapie im deutschsprachigen Raum:
„Dieses Buch macht deutlich, wie sich über Jahrzehnte ein reicher klinischer Erfahrungsschatz in einer theoretisch fundierten und methodisch differenzierten Körperpsychotherapie niederschlägt und so Freuds Vorhersage, die Psychoanalyse würde eines Tages ihre somatische Verankerung erfahren, bestätigt.“

Dirk Revenstorf, Professor für Klinische Psychologie Universität Tübingen, Vorstand der Milton-Milton-Erickson-Gesellschaft:
„Der Reichtum und die Komplexität der Konzepte der KPT ist von den anerkannten Richtungen der Psychotherapie lange Zeit übersehen worden. Diese Buch zeigt erstmals das breite Spektrum der therapeutischen Möglichkeiten der Körperpsychotherapie und leistet zur Vertiefung der Praxis und Theorie der Psychotherapie im Allgemeinen einen wichtigen Beitrag im richtigen Moment.“

Handbuch der Körperpsychotherapie - Information und Bestellung